Der Hecht   (Esox lucius)

Allgemeines:

Die Verbreitung des Hechtes erstreckt sich über Nordasien und Europa (nicht im Hohen Norden und auf der Iberischen Halbinsel), in Nordamerika gibt es eine verwandte Art - den Muhski. In Europa existiert nur eine Art dieser Fischfamilie. Er ist der grösste Raubfisch im Greifensee.

 

Merkmale:

Der Hecht hat einen langgestreckten Körper, der seitlich nur wenig abgeflacht ist. Der lange Kopf weist eine flache, entenschnabelförmige Schnauze mit sehr weiter Mundspalte auf. Die Rückenflosse ist weit nach hinten verlagert. Der Hecht besitzt 110-130 kleine Schuppen entlang der mehrfach unterbrochenen Seitenlinie. Die Färbung kann je nach Wohngewässer sehr stark variieren. Der  Rücken ist bräun- oder grünlich. Die Flanken sind heller und tragen dunkle Querbinden. Der  Bauch ist weiß bis gelblich gefärbt. Rücken-, Schwanz- und Afterflosse zeigen unregelmäßige, dunkle Flecken.

 

Lebensraum:

Der Hecht kommt in allen Gewässern Mitteleuropas vor, die dem Raubfisch genügend Lebensmöglichkeiten bieten. Bei ausreichendem Nahrungsangebot ist er ein Standortfisch und zeigt ein ausgeprägtes Territorialverhalten (standorttreu), bei geringem Nahrungsangebot wandert er aber auch im Gewässer umher. Der bevorzugte Lebensraum des Hechtes liegt in den vegetationsreichen Uferzonen stehender oder langsam fliessender Gewässer. Hier lauert er zwischen den Wasserpflanzen, unter Uferböschungen oder in versunken Bäumen oder Ästen auf Beute, auf die er aus seinem Unterstand wie ein Pfeil hervorschiesst.

Nahrung:

In der Jugend tierisches Plankton und Fischbrut, später Fische aller Art, Frösche, Vögel und sogar kleine Säugetiere; ernährt sich auch kannibalisch von eigenen Artgenossen.

 

Grösse:

Männchen max. bis 1 m, Weibchen bis max. 1,5 m. Bis zu 35 kg

Alter: Im Normalfall selten älter als bis 15 Jahre, bis zu 30 Jahre wurde aber auch nachgewiesen.

 

Fortpflanzung:

Zur Fortpflanzung im Frühjahr (Februar bis April - Wassertemperatur muss unter 8° liegen) werden Bereiche geringer Tiefe oder überschwemmte Riedwiesen aufgesucht, und die an Wasserpflanzen heftenden Eier abgelegt (bis 20.000 pro kg Körpergewicht). Die nach 10 - 15 Tagen schlüpfenden Larven bleiben die ersten Tage an Pflanzenstängeln haften. Als Jungfischchen ernähren sie sich von Kleinkrebsen, aber nach 4 - 5 Wochen, mit einer Länge von ca. 5 cm, erfolgt die Umstellung auf Fisch als Hauptnahrung. Geschlechtsreif wird der Hecht nach 1 bis 2 Jahren.
In vielen Gewässern kann sich der Hecht nicht fortpflanzen, da dort durch das Hochwasser überschwemmte Wiesen fehlen. In Talsperren ist durch den schwankenden Wasserstand z.B. keine Reproduktion möglich.

 

                                

 

                        Hechtgebiss