Das Rotauge ( lat. rutilus rutilus )

 

 

Allgemeines:

Die Rotaugen werden im Volksmund Schwalen genannt und sind im Greifensee die wichtigsten Futterfische für Hecht und Egli. Ihr Fleisch schmeckt im Frühjahr gut, ist aber mit sehr vielen Gräten durchsetzt, deshalb wird sie von vielen Anglern als Speisefisch nicht geschätzt.

 

Merkmale:

Je nach Gewässer und Nahrungsangebot können Körperform und Färbung stark differieren. Der Körper des Rotauges ist, abhängig vom Alter und Wohngewässer,  mehr oder weniger hochrückig und seitlich abgeflacht. Auffallend sind die orangen Augen. Am Rücken ist das Rotauge dunkelgrün bis blaugrün gefärbt. Die Flanken sind silberfarben, mit gelblichem Schimmer. Während der Laichzeit zeigt der Bauch einen rötlichen Glanz. Brust- und Bauchflossen sowie die Afterflosse sind leicht orange gefärbt.

Lebensraum:

Das Rotauge bewohnt - als eine äusserst anpassungsfähige Fischart - nahezu alle Arten von Gewässern: Seen bis in 1.700 m Höhe, stehende und fliessende Gewässer. Lediglich Gewässer mit stärkerer Strömung (Forellenregion) werden gemieden.
Rotaugen sind Schwarmfische, die sich bevorzugt in flachen und pflanzenreichen Uferbereichen aufhalten.

 

Nahrung:

Sie fressen vorwiegend Kleintiere (Würmer, Krebse, Muscheln, Schnecken, Insektenlarven) aber auch Wasserpflanzen.

 

Grösse:

Grösse: 20-30 cm, max. 40 cm. Gewicht: 0.2 – 0.5 kg.

 

Fortpflanzung:

Die Laichzeit liegt in den Monaten April und Mai bei einer Wassertemperatur von mindestens 10 ° C. Teilweise werden auch kurze Wanderungen flussauf zu den Laichplätzen, flachen und krautreichen Uferbereichen, unternommen. Hier werden unter heftigen Paarungsspielen die ca. 1- 2 mm grossen, klebrigen Eier (50.000 -100.000/Weibchen) an Pflanzenstängeln abgelegt. Ende April kann man die Schwalen bei der Mündung des Aabachs oder der Mönchaltorfer Aa in den Greifensee beobachten. Sie ziehen dann in grossen Schwärmen in den Unterlauf hinein.